Der als Führender in die Finalrunde gegangene Steirer spielte am Schlusstag eine 71 (-1) und rutschte mit dem Gesamtscore von 204 Schlägen (-12) noch auf den geteilten siebenten Platz zurück. Den Sieg holte sich mit einer 66er-Runde (-6) und dem Total von 201 Schlägen (-15) der Spanier Alejandro Rodriguez Andreu.
Jakob Lotschak war nach einem bärenstarken Start in den Finaltag mit vier Birdies auf den ersten sechs Löchern schon auf dem besten Weg, sein Heimturnier zu gewinnen. Doch mit einem Bogey auf dem Par 4 der 10. Spielbahn ging es für den Murhof-Amateur auf dem Leaderboard plötzlich in die falsche Richtung. Mit zwei weiteren Schlagverlusten auf den Löchern 15 und 16 war Lotschaks Siegchance endgültig dahin, mit Platz sieben war der 21-Jährige am Ende aber immerhin bester Österreicher und bester Amateur.
„Ich habe mega-gut angefangen, das war ein Traumstart. Ich habe Schüsse zur Fahne gehaut, die eigentlich gar nicht auf die Fahne geplant waren. Am Beginn hat mir wirklich alles in die Karten gespielt. Die zweiten neun Löcher waren dann eher so dahergespielt. Vom Tee war ich dann auch öfters links, das hat mir auch nicht gerade die Tür zu Birdiechancen geöffnet. Ich bin aber trotzdem sehr stolz auf mich, dass ich das drei Tage lang so gut durchgezogen habe. Dazu war heute die Atmosphäre unfassbar. Ich habe es voll aufgesaugt, dass so viele Leute mitgegangen sind“, zeigte sich Lotschak von der Fanunterstützung angetan.
Als zweitbester Österreicher landete Christoph Bleier mit 207 Schlägen (-9) auf Platz 14. Der Oberösterreicher spielte am Samstag eine „kunterbunte“ 66er-Runde (-6), in der von zwei Eagles bis zu einem Triplebogey alles dabei war. „Das war heute wirklich eine sehr turbulente Runde. In Summe war es ein solides Turnier – für ein wirklich gutes habe ich mir aber zu viele Fehler geleistet“, resümierte Bleier. Der Salzburger Amateur Alexander Zyla (211/-5) belegte in der Endabrechnung Rang 37. Der Niederösterreicher Daniel Hebenstreit(214/-2), der als vierter heimischer Spieler den Cut geschafft hatte, reihte sich an der 48. Stelle ein.
Der Kampf um den Sieg bei der 34. Auflage der Gösser Open spitzte sich im Finish dramatisch zu. Nachdem sich Alejandro Rodriguez Andreu mit Birdies auf den Bahnen 13 und 14 in eine gute Position gebracht hatte, machte der Spanier mit einem Birdie am Schlussloch seinen Premieren-Triumph auf der Alps Tour perfekt, für den er mit einem Siegerscheck in Höhe von 7.200 Euro belohnt wurde. „Ich hatte zuletzt eine harte Zeit, deshalb fühlt sich dieser Erfolg unglaublich gut an. Mit einem Birdie-Putt aus sieben Metern ein Turnier zu gewinnen, passiert nicht oft. Dass ich meinen ersten Sieg auf der Alps Tour ausgerechnet hier bei den Gösser Open feiern darf, macht mich sehr stolz“, jubelte der 22-jährige Rodriguez Andreu.
Mit einem Schlag Rückstand teilten sich die Italiener Andrea Romanound Filippo Grossi sowie der Franzose Augustin Hole (je 202/-14) Rang zwei.
